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Wie die anderen EU-Mitgliedsstaaten muss Österreich im Juni die zweite europäische Aktionärsrechterichtlinie in nationales Recht umsetzen.

Die der Verabschiedung des „Aktienrechts-Änderungsgesetz 2019“ vorangehende Debatte war intensiv – zurecht, haben doch die mit ihm verbundenen Neuregelungen weitreichende Konsequenzen für die
Corporate Governance und Vorstandsvergütung in Österreich.

Augenscheinlichste Neuerung: Die Hauptversammlungen börsennotierter Unternehmen wird erstmals in Entscheidungen zur Vorstandsvergütung einbezogen – trotz der weiter bestehenden Verantwortlichkeit des Aufsichtsrats für die Festsetzung der Vorstandsbezüge. Beginnend ab 2020 müssen Aktionäre alle vier Jahre ihr Votum zum Vergütungssystem des Vorstand abgeben. Ab 2021 muss die Hauptversammlung zudem jedes Jahr zum Vergütungsbericht des Unternehmens abstimmen.

Bereits in den Diskussion seit Beginn des Jahres hatte sich gezeigt, dass weder die betroffenen Unternehmen in Österreich noch die hier engagierten Investoren auf diese Veränderungen vorbereitet sind. So bestehen auf Investorenseite große Lücken bei den konkreten, schriftlich fixierten Anforderungen an Unternehmen in puncto Gestaltung, Abstimmung und Kommunikation von Vorstandsvergütung. Oft wird Widersprüchliches gefordert, nicht selten entsprechen die mündlich geäußerten Anforderungen nicht dem schriftlich fixierten Forderungskatalog.

Auf Unternehmensseite offenbaren sich Defizite vor allem im nachhaltig Performance-orientierten Design von Vergütungssystemen, im Engagement-Prozess mit den Shareholdern sowie in der Darstellung des Systems im Vergütungs- bzw. Corporate-Governance-Bericht. Im Rahmen der geplanten Konferenz geben hochkarätige Vortragende zum Thema Corporate Governance aus Politik und Unternehmen sowie aus dem Investoren- und Beratungsumfeld Antworten auf die sich durch die skizzierten Neuerungen ergebenden Fragen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 899,00 Euro (exklusive MwSt.).

 

Wir freuen uns auf Beiträge, u.a. von

  • Wolfgang C. Berndt (OMV)
  • Rupert Brix (BIEBER BRIX MAYER, Notare)
  • Harald Hagenauer (Österreichische Post AG)
  • Michael H. Kramarsch (hkp/// group)
  • Klaus Ofner (Wienerberger)
  • Andreas Posavac (Ipreo by IHS Markit)
  • Matthias Potyka (Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz)
  • Hendrik Schmidt (DWS Investment GmbH) - eingeladen
  • Regine Siempmann (hkp/// group)