Geschäftsrelevante Erfahrungen von Individuen spielen im derzeitigen Talent Management, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen blicken HR-Experten und Manager überwiegend auf individuelles Verhalten, das häufig in Kompetenzmodellen abgebildet ist. Auch bei Besetzungsentscheidungen sucht man vergeblich nach geschäftsrelevanten Erfahrungen. Der vorliegende Spot On diskutiert diesen „weißen Fleck“ im Talent Management und zeigt auf, welche Chancen sich bieten, wenn Unternehmen geschäftsrelevante Erfahrungen als sinnvolle Ergänzung zu klassischen Elementen des Talent Managements einsetzen. Anhand von ausgewählten Beispielen wird gezeigt, wie diese Erfahrungen in der Praxis eingesetzt werden können.

Seit einigen Jahren steht die Überarbeitung des Performance und Talent Managements ganz oben auf der HR-Agenda. Dieses ungebrochene Interesse hat sich nicht zuletzt dadurch potenziert, dass sich eine Reihe von Global Playern in unterschiedlichen Veröffentlichungen über ihre neuen Herangehensweisen an diese erfolgskritischen Prozesse geäußert haben. Seither steht der traditionelle Performance-Management-Ansatz in der Kritik, er sei zu starr, zu aufwendig und trage zu wenig zur organisationalen Leistungssteigerung bei.

Demzufolge setzen Unternehmen an den klassischen Elementen des Performance und Talent Managements an und entwickeln in