Der 2017 durch den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in das Leitbild für gute Unternehmensführung aufgenommene Begriff des Ehrbaren Kaufmanns bezieht sich auf ein historisch gewachsenes Ideal: Ein Ehrbarer Kaufmann stützt sein Verhalten auf Tugenden, die auf nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg abzielen, ohne den Interessen der Gesellschaft entgegenzustehen.

Als der Begriff entstand, gab es noch keine strukturelle Trennung zwischen Eigentümern und angestellten Managern. Diese hat sich erst mit der industriellen Revolution durchgesetzt. In die heutige Zeit transferiert ist der Ehrbare Kaufmann sowohl Ehrbarer Manager als auch Eigentümer – oder für börsennotierte Unternehmen ein Ehrbarer Investor.

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