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CEO-Vergütung in der Schweiz

23. März 2016, Presseinformation Schweiz

 

Zürich, 23. März 2016. Die Vergütungen der CEOs in den führenden börsenkotierten Unternehmen der Schweiz sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Bei den grössten Unternehmen (SMI) beträgt der Anstieg der durchschnittlichen Direktvergütung rund 11%, bei den im SMIM kotierten Mid-Cap-Unternehmen liegt der Vergleichswert bei rund 4%. Den Spitzenwert bei den CEO-Vergütungen in der Schweiz hält bislang die UBS mit 14.0 Mio. CHF. Im europäischen Vergleich rangiert dieser Wert im Spitzenfeld.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse „CEO-Vergütung 2015 in SMI- & SMIM-Unternehmen“ der Unternehmensberatung hkp/// group Schweiz. Die Analyse stützt sich auf die Angaben der bis 22. März 2016 vorliegenden Vergütungsberichte von 18 SMI- & und 21 SMIM-Unternehmen.

„Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bei den CEO-Vergütungen in der Schweiz sind die trotz eines schwierigen Marktumfelds zum Teil guten Geschäftsergebnisse der Unternehmen. Unternehmenserfolg und Vergütung laufen vielfach parallel. Dies ist erfreulich“, bilanziert Martin Pfändler, hkp/// group Senior Partner.

Erfolgsbezogene variable Bezüge als Treiber der Vergütungsentwicklung
Auf Basis der vorliegenden Vergütungsberichte ergibt sich für die ganzjährig im Amt befindlichen CEOs der SMI-Unternehmen (14 CEOs) eine durchschnittliche Direktvergütung von rund 7.9 Mio. CHF. Dies entspricht einem Anstieg von rund 10.8% gegenüber dem Geschäftsjahr 2014. Bei den etwas kleineren SMIM-Unternehmen steigt der Vergleichswert für die CEOs, die das volle Geschäftsjahr tätig waren, um 4.2% auf 3.7 Mio. CHF.

2015 haben insgesamt nur 6 Unternehmen aus dem SMI- und dem SMIM-Index die festen Vergütungen ihrer CEOs erhöht. Die Erhöhungen bewegten sich dabei zwischen 2% und 15%. Der Anstieg der Direktvergütungen resultiert daher vor allem aus der Entwicklung der variablen, am Unternehmenserfolg orientierten Vergütungselemente und hier insbesondere der aktienbasierten Langfristbezügen.
 

  • Die kurzfristige variable Vergütung (Jahresbonus) bei SMI-CEOs entspricht rund 18% der Direktvergütung, bei SMIM-CEOs dagegen 32%.
  • Die langfristige variable Vergütung bei SMI-CEOs entspricht ca. 55% der Direktvergütung, bei SMIM-CEOs ca. 38%.


„Die Werte belegen eine stärkere Gewichtung der langfristigen variablen Vergütung bei den SMI-Konzernen mit ihrer sehr hohen Marktkapitalisierung im Gegensatz zu den eher mittelgrossen Unternehmen im SMIM“, erläutert Melanie Wagner, hkp/// group Senior Managerin. Sie verweist zugleich darauf, dass die Werte für die in der Regel aktienbasierten variablen Langfristvergütungen keine Auszahlungswerte sind. „Diese Vergütungselemente stehen für die entsprechenden Personen in den nächsten drei bis vier Jahren noch im Risiko. Erst die weitere Entwicklung des Unternehmenserfolgs entscheidet über die tatsächliche Auszahlungshöhe. So kann diese Vergütungskomponente deutlich geringer ausfallen oder sogar auf null sinken“, so die hkp/// Studienautorin.

Grösse und Komplexität schlagen sich in Vergütung nieder
In Bezug auf die Höhe der CEO-Vergütungen in der Schweiz stehen wie in den Vorjahren die grossen multinationalen Unternehmen wie UBS, Novartis und Roche an der Spitze der Rangliste. Erneut finden sich auch die beiden CEOs von Richemont in der nationalen Spitzengruppe.

Abbildung: Direktvergütung der ganzjährig tätigen CEOs in SMI- und SMIM-Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 in Mio. CHF (siehe Dokument zum Download)

„Marktkapitalisierung, Branche, Komplexität des Geschäftsmodells sowie Internationalität sind die grundlegenden Parameter für die Ausgestaltung von CEO-Vergütungen. Hinzu kommt die stark ausgeprägte Ausrichtung am Unternehmenserfolg“, erklärt hkp/// group Senior Partner Martin Pfändler. Diese Faktoren spiegeln sich auch in den Unterschieden zwischen den Indices wider. So beträgt die Spanne zwischen der durchschnittlichen CEO-Vergütung in SMI- und SMIM-Unternehmen rund das Zweifache.
Im internationalen Vergleich liegen die Top-Vergütungen von CEOs in der Schweiz unter dem Durchschnitt der US-Werte (Dow Jones). Aufgrund der uneinheitlichen Ausweispraxis für die Organvergütung der Unternehmen in der Schweiz sind aber methodische Anpassungen für einen internationalen Vergleich notwendig: Der in der Schweiz in der Regel ausgewiesene Zuteilungswert der aktienbasierten Langfristvergütung muss auf den international anerkannten Standard (Fair Market Value) angepasst werden. Im Ergebnis erhöht sich zum Beispiel beim CEO von Roche der Wert der Langfristvergütung und somit seine Direktvergütung auf 15.0 Mio. CHF. Damit rangiert er als bestbezahlter Schweizer CEO im internationalen Vergleich auf Rang 20.

Vergütungstransparenz hat sich weiter verbessert
Basierend auf der Auswertung der aktuellen Vergütungsberichte der SMI- und SMIM-Unternehmen kommen die Studienautoren zum Schluss, dass sich die Praxis im Vergütungsausweis weiter verbessert hat. So legen mittlerweile rund drei Viertel der SMI- und SMIM-Unternehmen den Vergütungsbericht der Generalversammlung in einer konsultativen Abstimmung zur Genehmigung vor. „Die Unternehmen präsentieren damit ihren Aktionären die wesentlichen Elemente der Organvergütung in einer klaren und verständlichen Form und legen Rechenschaft über die damit verbundenen Kosten ab“, sagt Melanie Wagner, Senior Manager der hkp/// group.

Für die Studienautoren sind damit die Auswirkungen der per 1. Januar 2014 in Kraft gesetzten VegüV (Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften) klar erkennbar. Wie erwartet, schlagen sich diese Veränderungen aber nicht in den Höhen der Vergütung nieder, sondern insbesondere in der Offenheit und Klarheit mit Blick auf Vergütungsstrukturen und
-mechanismen.

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