Zum dritten Mal haben sich HR- und Vergütungsexperten aus namhaften Unternehmen zusammengefunden, um sich vertrauensvoll über Entwicklungen und Trends rund um das Thema Grading auszutauschen. Im Mittelpunkt stand einmal mehr die übergeordnete Frage, wie ein modernes Grading schnelllebigen Märkten und agiler werdenden Organisationen gerecht wird.

Konkret wurden in diesem Zusammenhang folgende Schwerpunkte diskutiert:

  • Vom Tanker zum Flottenverband: Konzerne befinden sich aktuell in der Transformation. Gekennzeichnet ist diese oft durch die Verschlankung von Strukturen, u.a. durch Delayering, den Aufbau agiler Organisationseinheiten und evtl. Start-ups als Speedbooten, die schneller auf disruptive Entwicklungen eingehen können als der Konzern-Tanker.
  • Management der Strukturkosten, Organisation von Arbeit und Stellen: Mit dem Ziel u.a. bei strategischen Arbeiten und der operativen Implementierung schneller zu werden, stellen Unternehmen ihre Organisation oft arbeitsteiliger auf. Das Managen von Schnittstellen innerhalb kurzer Zeit wird somit erfolgskritisch und effiziente Strukturkosten werden zum Wettbewerbsvorteil. Organisationsthemen gewinnen zunehmend an Bedeutung: Bedeutet dies die Rückkehr der Organisationsabteilung in neuen Kleidern?
  • Wie transparent muss Grading und Vergütung sein? Eine jüngere Generation von Mitarbeitern erwartet mehr Transparenz bei internen HR-Prozessen und -Entscheidungen, dazu gehören auch die Prinzipien zur Findung „ihrer“ individuellen Vergütung. Sie wollen diese verstehen und an der Entscheidung partizipieren. Wie viel Transparenz dürfen Mitarbeitende also in Sachen Vergütung erwarten – und wo wirkt sie kontraproduktiv?
  • Headquarter 4.0 – fokussierte Zielsetzungen und Prozess-Automatisierung: In Unternehmenszentralen werden Tätigkeiten ganz oder teilweise in Service-Einheiten ausgelagert. Dank neuester IT-Technik können alle Betroffenen übergreifend zusammenarbeiten. Gerade für Unternehmenszentralen bieten sich dadurch neue Chancen, sich schlanker und agiler aufzustellen. Corporate Center werden zu schlagkräftigen Strategie-Einheiten. Das Top Management soll mit deutlich höherer Geschwindigkeit strategisch beraten werden, man will wesentlich stärker interdisziplinär zusammenarbeiten, Entscheidungen vorbereiten und sie nach Beschluss des Top Managements rasch umsetzen können. So werden auch in den Konzernzentralen Prozesse automatisiert oder mit KI unterstützt – beispielsweis in den Bereichen HR und Finance.

Neben der lebendigen und vor allem lösungsorientierten, impulsreichen Diskussion dieser und weiterer Punkte, bestand ein wichtiger Fokus des dritten Prototyping Day Grading in der gemeinsamen Diskussion von Werkstattberichten und Erfahrungen teilnehmender Unternehmen. Diese reichten von der Einführung agiler Organisationsformen, über Erfahrungen und „lessons learned“ nach über drei Jahren in der agilen Welt, bis hin zu pragmatischen Bewertungsansätzen wie „Speed Grading“. Gemeinsam war diesen jeweils die Herausforderung, den Weg zu agilen Einheiten und Teilgesellschaften zu bereiten.

Mit den Ergebnissen zeigten sich die Teilnehmer hoch zufrieden. Insbesondere die kreative Auseinandersetzung und Lösungsorientierung zu einem brisanten Thema des Geschäftsalltags anhand moderner Methoden wurde sehr positiv bewertet, ebenso der intensive Austausch auf Augenhöhe mit Kollegen aus anderen Unternehmen. Grund genug, sich auf eine garantierte Fortsetzung dieses Formats in Form des 4. Prototyping Day Grading zu freuen!

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