Während Konzerne heute fast durchgängig über Funk-tionsbewertungssysteme verfügen, liegt die Quote im großen Mittelstand derzeit noch unter 50 %. Allerdings wandelt sich dieses Bild: So wächst insbesondere bei mittelständischen Unternehmen, die inzwischen ebenso wie Konzerne weltweit Vertriebs-, Produktions- und Entwicklungsstandorte betreiben und deren Belegschaft häufig zu mehr als der Hälfte außerhalb des Heimatlandes angesiedelt ist, der Bedarf nach einem einheitlichen Ordnungsrahmen für die im Unternehmen weltweit vorhandenen Funktionen.
Der vorliegende Spot On beleuchtet die aktuelle Situation der Funktionsbewertung, stellt den Nutzen dieses traditionsreichen Personalinstruments dar und geht darauf ein, warum die Einführung eines Funktionsbewertungssystems für viele Organisationen unerlässlich ist. Für die Autoren steht fest: In modernisierter Form wird die Stellenbewertung eine Zukunft haben, auch in Unternehmen, die sich bisher nicht mit diesem Thema beschäftigt haben.

Rückblick: Seit wann wird Arbeit „bewertet“?
Funktionsbewertung – auch Arbeits- oder Stellenbewertung bzw. Grading genannt – hat eine lange Geschichte mit ersten Ansätzen bereits im Altertum. Zu einer starken Verbreitung der Bewertungssysteme kam es im letzten Jahrhundert, wobei die Entwicklung vor