Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die Anforderungen an die Ausgestaltung von Vorstandsvergütungssystemen eine deutliche Verschärfung seitens des Gesetzgebers erfahren. National geben das Handelsgesetzbuch (HGB), das Aktiengesetz (AktG) sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) den Rahmen für die Veröffentlichung und Ausgestaltung der Vergütungssysteme von Vorständen börsennotierter Unternehmen.

Mit der bis Juni 2019 von den Mitgliedstaaten umzusetzenden europäischen Aktionärsrechterichtlinie etabliert sich auf europäischer Ebene ein zusätzliches regulierendes Element, welches den Einfluss von Investoren und Stimmrechtsberatern (Proxy Advisors) auf die Vorstandsvergütung erhöht, indem der Vergütungsbericht jährlich zu billigen und die ihm zugrundeliegende Vergütungspolitik spätestens alle vier Jahre durch die Hauptversammlung zu beschließen ist.

Neben den sich ändernden regulatorischen Anforderungen finden sich deutsche börsennotierte Unternehmen in einer sich ebenfalls verändernden Investorenlandschaft wieder: Die Allokation von Geld in passiven Fonds erfährt in Deutschland ein signifikantes Wachstum. Zum Zeitpunkt der Durchführung dieser Studie entsprechen ca. 40 % des im DAX investierten Geldes passiven Investments.

Für Investoren bedeutet dies, dass sich ihr Einfluss auf ihre Zielunternehmen v