Die Themenfelder Digitalisierung, Industrialisierung 4.0 und Automatisierung sind heute fester Bestandteil zahlreicher Geschäftsprozesse wie auch der täglichen HR-Arbeit. Diesen Wandel haben die hkp/// group und die DHBW Lörrach bereits 2016 in der gemeinsamen Studie „HR goes digital“ bilanziert. Seitdem hat sich jedoch viel getan und eine Neuauflage der Studie will den Fortschritt messen. hkp.com im Gespräch mit den hkp/// group Experten Holger Jungk und Leon Jacob zu den genauen Zielen und Rahmenbedingungen der neu angelaufenen Befragung.

Herr Jungk, Herr Jacob, die Anzahl der Studien zur Digitalisierung sind mittlerweile auch im HR-Bereich kaum noch überschaubar. Was ist das Alleinstellungsmerkmal ihrer Befragung, welche Ziele verfolgen Sie?
Holger Jungk: Zum einen wollen wir herausarbeiten, wie sehr sich der digitale Reifegrad von Unternehmen in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. In unserer Studie aus dem Jahr 2016 konnten wir eine Reihe von Defiziten in der Digitalisierung, aber auch deren maßgebliche Treiber und Hindernisse identifizieren. Hier die Veränderungen zu ermitteln, darin liegt eine Stoßrichtung der aktuellen Befragung.
Leon Jacob: Darüber hinaus wollen wir aber auch herausarbeiten, wie eine digital geprägte HR-Funktion die Digitalisierung im Unternehmen selbst prägen und vorantreiben kann. Fungiert HR als aktiver Treiber der Digitalisierung innerhalb des Unternehmens? Oder ist HR immer noch damit beschäftigt die eigenen Prozesse fit für die Digitalisierung zu machen? Wir möchten Unternehmen finden, die die Digitalisierung als Chance nutzen, die Organisation weiterzuentwickeln.

Wer sollte sich an der Studie beteiligen?
Holger Jungk: In jedem Fall sind die großen Unternehmen, vom Konzern bis zum internationalen Mittelständler, angesprochen. Unsere Arbeit in Transformationsprojekten zeigt, dass es gerade bei den Großen – anders als vielfach vermutet – mit der Digitalisierung von Aufbau- und Ablauforganisation stockt. Da ist der Mittelstand teils agiler unterwegs und weiter vorangeschritten.

Leon Jacob: Weniger Altlasten bei Systemen und Prozessen, flacherer Hierarchien etc. erweisen sich hier oft als Vorteil, weshalb sich die Studie auch an kleine und mittelständische Unternehmen wendet.

Und mit Blick auf die Personen?
Leon Jacob: Ein HR-Leiter hat natürlich den besten Überblick über die relevanten Entwicklungen in seiner Abteilung. Aber uns interessieren auch die Perspektiven der Fach- und Führungskräfte auf den darunterliegenden Ebenen, speziell im Bereich HR-Strategie und HR-Organisation. Sie alle werden von den Ergebnissen der Studie profitieren können. Gleichzeitig sprechen wir gezielt auch die IT-Leiter in Organisationen an und freuen uns über ihre Einschätzung zum digitalen Reifegrad.

Ihr Fragebogen ist seit Ende August offen zur Beantwortung. Wo kann man sich beteiligen und bis wann?
Leon Jacob: Der Online-Fragebogen der Studie ist über die Website der hkp/// group www.hkp.com/HRdrivesDigital zugänglich. Aktuell planen wir, Mitte Oktober in die Auswertung der Antworten und die Report-Erstellung einzusteigen.


Die Studie ist aber anonym?
Holger Jungk: Auf Wunsch ja, aber die Angabe von Adressdaten bietet interessierten Teilnehmern den höchsten Nutzen. Schließlich erhalten namentlich bekannte Studienteilnehmer einen ausführlichen Report, der weit über die Inhalte der öffentlichen Informationen hinausgehen wird. Dennoch überlassen wir es natürlich den Teilnehmern, ob sie ihre Kontaktdaten hinterlegen möchten.

Leon Jacob: Auch wird es wieder die Möglichkeit geben, die eigenen Ergebnisse gegen bestimmte Gruppen von Studienteilnehmern zu spiegeln. Gerade dieses Angebot ist beim letzten Mal auf große Resonanz gestoßen.

Vielen Dank für das Gespräch!