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Schweizer Top-Manager bilden europäische Vergütungsspitze

13. Juni 2017, Presseinformation Schweiz

 

hkp/// group Analyse "Executive and Non-Executive Director Compensation in Europe 2016"

 

Zürich, 13. Juni 2017. Im Geschäftsjahr 2016 sind die Bezüge der CEOs in den führenden börsenkotierten Unternehmen Europas (STOXX-Unternehmen) um 3,7 % auf durchschnittlich 6,0 Mio. Euro gesunken. Im Jahr zuvor hatten sie mit 6,3 Mio. Euro den höchsten Stand seit der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht.


Während die Grundvergütung und die variable Langfristvergütungen auf dem Vorjahresniveau blieben, ist die aktuelle Entwicklung einem Rückgang bei den kurzfristigen variablen Vergütungen (Boni) geschuldet. So sank der durchschnittliche Jahresbonus von CEOs in STOXX-Unternehmen um rund 13 %.


Auch bei den Aufsichtsratsvorsitzenden/Verwaltungsratspräsidenten der Top-Unternehmen Europas ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die durchschnittliche Gesamtvergütung fiel hier um rund 3 %. Das absolute durchschnittliche Niveau beträgt aktuell 0,9 Mio. Euro.


Die Spitze der analysierten Top-Management-Positionen wird von Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz und in Grossbritannien besetzt. Aus Branchensicht sind die höchsten Vergütungen im Gesundheitswesen (Pharma/Health Care) und in der Konsumgüterindustrie zu finden. CEO-Vergütungen bei Finanzdienstleistern steigen leicht, liegen aber weiter unterhalb des Durchschnittswerts.


Zu diesen Erkenntnissen kommt die Analyse "Executive and Non-Executive Director Compensation in Europe 2016" der Unternehmensberatung hkp/// group. Die Auswertung basiert auf den in den aktuellen Geschäftsberichten veröffentlichten Angaben der in den Börsenindices STOXX Europe 50® und EURO STOXX 50® geführten Unternehmen zur Vergütung ihres Top-Managements.


„Wir sehen in 2016 im Durchschnitt leicht rückläufige Vergütungen auf der einen Seite, auf der anderen im Schnitt leicht gestiegene Unternehmensgewinne. Dennoch kann bilanziert werden, dass sich bis auf Einzelfälle das Pay-for-Performance-Prinzip nachhaltig etabliert hat. Alles andere wäre auch überraschend, denn gerade in Fragen der Top-Management-Vergütung ist es heute nicht mehr möglich, sich dem Druck von Investoren wie auch der breiteren Öffentlichkeit zu entziehen“, erklärt hkp/// group Managing Partner Michael H. Kramarsch.


CEO-Vergütung: STOXX-Unternehmen weit entfernt von US-Vergütungswelt
Laut aktueller hkp/// group Analyse beläuft sich die durchschnittliche Direktvergütung der CEOs (ohne Altersvorsorge und Nebenleistungen) in den STOXX-Unternehmen auf rund 6,0 Mio. Euro. Die Spitze in der Vergütungsrangliste liegt indes deutlich darüber: Sie wird angeführt von den CEOs von Roche (13,2 Mio. Euro), UBS (12,3 Mio. Euro) und SAP (11,9 Mio. Euro).


Die geringsten Vergütungen im Vergleich weisen die CEOs von ING Groep und Orange mit rund 2,0 Mio. Euro bzw. 1,9 Mio. Euro auf. Die Spreizung zwischen dem höchsten und geringsten Wert liegt damit bei Faktor sieben.


Abb.1: Top-10-Vergütungen von CEOs in STOXX-Unternehmen 2016 (Grafik siehe Word Dokument zum Download oben rechts)


Ein Vergleich mit dem US-Markt zeigt, dass die europäischen CEO-Vergütungen deutlich davon entfernt sind. So beläuft sich die durchschnittliche Direktvergütung für den Dow Jones Industrial auf rund 16,8 Mio. Euro. Die Vergütungsspitze hier wird durch den CEO von Nike mit 42,0 Mio. Euro markiert. Das Ende der Rangliste besetzt der CEO von Apple mit 7,5 Mio. Euro Direktvergütung.


Die CEOs der STOXX-Unternehmen in der Konsumgüterindustrie verzeichnen 2016 im Durchschnitt einen Rückgang ihrer Vergütungen um rund 17 %. Die Konsumgüterbranche zählt aber nach der Pharma-/Health-Care-Branche immer noch zu jenen mit den attraktivsten Vergütungsniveaus. Der im letzten Jahr ermittelte Rückgang der Bezüge von CEOs von Finanzdienstleistern ist vorerst gestoppt: 2016 steigt die durchschnittliche Direktvergütung um rund 8 %.


„Unternehmensgrösse und Branche sowie der Standort des Konzernsitzes beeinflussen die Höhe der CEO-Vergütung. Zudem spielen internationale Ausrichtung und Wettbewerbsintensität eine wichtige Rolle. Daher sehen wir im europäischen Vergleich signifikant höhere Vergütungen in der Konsumgüterindustrie und im Gesundheitswesen“, erklärt Barbara Seta, Senior Partnerin hkp/// group. Sie verweist darauf, dass sich aufgrund der aktuell hohen Intensität der branchenspezifischen Regulatorik das Niveau der Top-Management-Vergütung bei Finanzdienstleistern mittelfristig nicht dramatisch verändern wird.


Keine Überraschung: Vergütungsspitze bei Verwaltungsräten traditionell durch Schweizer Unternehmen besetzt

Die durchschnittliche Vergütung eines Aufsichtsratsvorsitzenden/ Verwaltungsratspräsidenten in STOXX-Unternehmen für 2016 beträgt rund 0,89 Mio. Euro. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang von rund 3 %.


Wie in den Vorjahren bilden Vertreter aus der Schweiz mit deutlichem Abstand die Vergütungsspitze: In 2016 handelt es sich um die Verwaltungsratspräsidenten von Nestlé (5,3 Mio. Euro), UBS (5,2 Mio. Euro), Roche (4,1 Mio. Euro) und Novartis (3,5 Mio. Euro). Mit Danone folgt auf Platz fünf der erste Nicht-Schweizer Chairman (2,0 Mio. Euro).

 

Abb.2: Top-10-Vergütungen von Chairmen/Verwaltungspräsidenten in STOXX-Unternehmen 2016 (Grafik siehe Word Dokument zum Download oben rechts)

 

„Die Spitzenposition der Unternehmen mit Sitz in der Schweiz begründet sich einerseits durch die gesetzlich festgelegte Verantwortlichkeit und Rolle des Verwaltungsratspräsidenten, andererseits durch die Auslegung der Rolle als Vollzeitaufgabe. Bei den übrigen europäischen Unternehmen wird die Unternehmenskontrolle des Verwaltungsrats- bzw. Aufsichtsratsvorsitzenden üblicherweise als Teilzeittätigkeit und mit einer geringeren Machtfülle ausgeübt“, erklärt Barbara Seta, hkp/// group Senior Partnerin.


Aufgrund der unterschiedlichen Governance-Modelle liegen die US-Vergleichswerte auf europäischem Durchschnittsniveau. Das am besten verdienende nicht-exekutive Board-Mitglied im Dow Jones Industrial ist der Chairman von Microsoft mit 0,6 Mio. Euro, bei einem Durchschnittswert für den Index in Höhe von 0,4 Mio. Euro.

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