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Minder-Initiative zeigt erste positive Auswirkung

24. März 2015, Presseinformation Schweiz

 

Zürich, 24. März 2015 – Das Geschäftsjahr 2014 ist der Beginn eines Wandels im Ausweis der Vergütung für die CEOs von Schweizer Unternehmen. Zum ersten Mal sind die Auswirkungen der 2013 angenommenen Minder-Initiative sichtbar. Dies drückt sich vor allem in der gestiegenen Transparenz aus, mit der Unternehmen über die Vergütungen des Topmanagements berichten. Allerdings belegt die Analyse der Vergütungsberichte der SLI Unternehmen, dass es für eine umfassende und aussagekräftige Bilanz über die Auswirkungen der Minder-Initiative noch zu früh ist.

 

„Erstmals sind gewisse Auswirkungen der Verordnung gegen übermässige Vergütungen (VegüV) sichtbar, allerdings noch nicht im Sinne und Ausmass, wie von der breiten Öffentlichkeit erwartet“, erklärt Martin Pfändler, Senior Partner der hkp/// group. „Wir sehen die Veränderungen in den Vergütungsstrukturen und, sofern relevant, auch schon in den neuen Statuten. Einen direkten Einfluss auf Vergütungshöhen kann es aber aufgrund der Kürze der Wirkung der Verordnung noch nicht geben“, sagt Melanie Wagner, Senior Manager bei der hkp/// group.

 

Anstieg der Durchschnittsvergütung von CEOs in SLI Unternehmen von 2013 bis 2014 um rund 17 Prozent

Auf Basis der bis am 20. März 2015 vorliegenden Vergütungsberichte von 25 SLI-Unternehmen (von total 30 Unternehmen) ergibt sich für die 24 CEOs, die ganzjährig im Amt waren, eine durchschnittliche Direktvergütung von rund 6,25 Millionen Schweizer Franken. Damit liegt der Anstieg der Direktvergütung dieser 24 CEOs von 2013 bis 2014 bei ca. 17 Prozent. „Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung mit teilweise sehr guten Ergebnissen ist diese Zunahme der Vergütungen im Gesamtbild durchaus verständlich und auch gerechtfertigt“, bekräftigt der hkp/// Experte Martin Pfändler. Er verweist auf die im gleichen Zeitraum sehr positive Entwicklung des Unternehmenserfolgs. So beträgt etwa die durchschnittliche Steigerung des Nettogewinns pro Aktie 8,6 Prozent.

 

Anstieg Gesamtvergütung als Resultat einer höheren Auszahlung der variablen Vergütung

Der Anstieg in der Gesamtvergütung resultiert zum überwiegenden Teil aus höheren Zuteilungen oder Auszahlungen bei der variablen Vergütung, das heisst bei den kurzfristigen und langfristigen Leistungsprämien. So haben nur zwei Unternehmen die festen Vergütungen erhöht. „Auch in der Einzelbetrachtung zeigt sich, dass sich das Prinzip der Leistungsentlohnung, die so genannte Pay-for-Performance, nachhaltig etabliert hat. Die Vergütung entwickelt sich weitgehend im Einklang mit den Unternehmensergebnissen“, betont Martin Pfändler.

 

Entlohnung muss im Kontext von Grösse, Komplexität und internationalem Marktvergleich betrachtet werden

In Bezug auf die Höhe der Vergütungen der CEOs im Jahr 2014 stehen die grossen multinationalen Unternehmen wie Novartis, Roche und UBS verständlicherweise an der Spitze der Gruppe. Sie weisen für ihre CEOs Vergütungsbeträge über die 10 Millionen Grenze aus. „Die Höhe dieser Beträge steht im Zusammenhang mit der Grösse, der Komplexität, sowie des internationalen Marktvergleichs“, erläutert Martin Pfändler. Die Spanne zwischen der höchsten und der tiefsten Gesamtvergütung von CEOs in SLI Unternehmen entspricht etwa dem Faktor 8.

 

Diese relative Differenz ist mitunter auf die unterschiedliche Grösse der jeweiligen Unternehmen zurückzuführen, gemessen zum Beispiel an der Höhe der Marktkapitalisierung 2014 wie Novartis (205 Milliarden) und Swisscom (27 Milliarden). „Diese Messgrösse hat erwiesenermassen in der Praxis einen bestimmenden Einfluss auf das Quantum der Vergütungen“, sagt Martin Pfändler.

„Diese Spanne zeigt aber auch, wie heterogen der Kreis der SLI Unternehmen zusammengesetzt ist. Es gibt nicht das eine SLI Unternehmen, das sich einfach mit dem anderen vergleichen lässt. Daher braucht es insbesondere bei Vergütungsanalysen und -vergleichen den genauen Blick auf den Einzelfall und die entscheidenden Kriterien. Weiter braucht es das umfassende Verständnis, wie die Vergütungssysteme dargestellt sind und wie sie in der Praxis funktionieren und wirken“, sagt Melanie Wagner.

 

Deutliche Verbesserung der Transparenz sichtbar

Die Analyse der Vergütungsberichte der SLI Unternehmen über die letzten Jahre hinweg belegt eine deutliche Verbesserung der Transparenz im Vergütungsausweis. Sie belegt auch den verstärkten Bezug von Leistung und variabler Vergütung. „Wir sehen nunmehr auf individueller Basis in der Regel das komplette Bild aus Festvergütung, kurz- und langfristige variable Vergütungselemente sowie Nebenleistungen“, erklärt Melanie Wagner. Dennoch sehen die beiden Experten von der hkp/// group weiteren Optimierungsbedarf. Sie fordern aber keine neuen Gesetze, sondern sehen einen möglichen Ansatzpunkt in der Entwicklung von Richtlinien, Standards und Definitionen, die zu einer Harmonisierung führen.

 

„Jedes Unternehmen für sich kann noch so ausführlich seine Vergütungselemente ausweisen; wenn dies nicht nach einem verbindlichen einheitlichen Standard geschieht, fällt der Vergleich mit anderen Unternehmen schwer. In der Tat gibt es noch grosse Unterschiede in der Art und Weise wie die Vergütungselemente ausgewiesen werden“, betont Martin Pfändler. Deshalb ist von voreiligen Vergleichen abzuraten. Nur der vertiefte Einblick und Vergleich mit gleichen Massstäben durch Fachleute kann zu objektiven Aussagen und Resultaten führen.

 

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